Jedes Jahr werden in Deutschland mehrere hundert Milliarden Euro vererbt, Tendenz steigend. Während Kritiker die wachsende soziale Ungleichheit beklagen und das Land auf dem Weg in die Erbengesellschaft sehen, verteidigen die Befürworter Erbschaften als legitime Transfers privaten Vermögens. Häufig ohne es zu ahnen, greifen beide Seiten dabei auf Argumente und Motive zurück, deren Ursprünge bis in das 19. Jahrhundert und noch weiter zurückreichen. Warum beschäftigt uns das Erbe immer wieder aufs Neue? Welchen rechtlichen Regeln und Verfahren unterliegt es? Wie prägt es unser persönliches und gesellschaftliches Selbstverständnis? Und in welchen anderen kulturellen Zusammenhängen begegnet es uns?
Mit Beiträgen von Berenike Bartz, Jens Beckert, Simone Derix, Jürgen Dinkel, Markus M. Grabka, Thomas Hinz, Fabian Pfeffer, Detlev J. Piltz, Jan Peter Schmidt, Isabell Stamm, Anita Tiefensee, Ulrike Vedder, Stefan Willer, Clemens Wischermann u.a.